Über eine halbe Million Euro kann in Sprachförderung investiert werden – zusätzliches Personal geplant
Lünen. Erfreuliche Nachrichten für viele Lüner Kitas: Aus dem Bundesprogramm
“Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration” werden mehr als eine halbe Million
Euro in die Kitas fließen. Die Stadt hat dazu jetzt die offizielle
Förderzusagen des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und
Jugend erhalten.
Aufgerufen zur Bewerbung im Bundes-Programm waren Kitas, die
überdurchschnittlich häufig von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf
besucht werden. Die “Offensive Frühe Chancen” des Bundes setzt bereits in der
frühen Kindheit an und richtet sich an Einrichtungen, die auch Kinder unter
drei Jahren betreuen. Unter den 3000 Kitas, die bundesweit an dem Programm
teilnehmen dürfen, befinden sich auch 7 Lüner Kitas.
Mit einer Sonderförderung befristet bis zum 31.12.2014 werden u.a. die
städtischen Kitas Marktgasse und (im Verbund) Steinstraße und
Aloys-Siegeroth-Straße ausgestattet. Sie erhielten eine Förderzusage von
275.000 Euro.
“Wir können so eine neue Vollzeitstelle im städtischen Kita Verbund
Steinstraße/Aloys-Siegeroth-Straße schaffen und eine Teilzeitstelle in
unserer Kita Marktgasse einsetzen”, freut sich Abteilungsleiterin Beanka
Ganser, die bei der Stadt Lünen für Kindertageseinrichtungen zuständig ist.
“Wir sind glücklich über die Förderung des Bundesministeriums, weil
Spracherwerb der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben
und der Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf ist.”
Studien haben in den letzten Jahren wiederholt gezeigt, dass vor allem
fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern den weiteren Bildungsweg und den
Einstieg ins Erwerbsleben erheblich beeinträchtigen können. Betroffen sind
hier vor allem Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und mit
Migrationshintergrund.
Die zusätzlichen Mitarbeiter in den Kitas Steinstraße/Aloys-Siegeroth Str.
und in der Kita Marktgasse müssen nach Auflagen des Bundesministeriums
speziell für die Sprachförderung ausgebildet sein, denn sie sollen eine
alltagsintegrierte Sprachförderung in den Kitas ermöglichen. Vor allem bei
unter dreijährige Kinder soll so gezielt die Förderung von Sprache und
Integration sichergestellt werden soll, um damit “Frühe Chancen” zu
ermöglichen.
Zusammen ebenfalls 275.000 Euro erhalten AWO und DRK für das Familienzentrum
Gahmen sowie für die Kitas “Rappelkiste/Pfiffikus” und die Kita Konradstraße
in Brambauer.
Jede Einrichtung, die sich an der ersten Welle der Förderung beteiligen
wollte, musste bis zum 15. Dezember 2010 eine Interessenbekundung abgeben.
Die Förderung für die ersten 3.000 Kitas hat ab dem 1. März bzw. 1. Mai 2011
begonnen.
Quelle: Stadt Lünen, Pressestelle